Größenverhältnisse – „Googles True Size“

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Was genau macht die Seite The True Size?

Die Website nutzt Google Maps als Plattform, ermöglicht aber, einzelne Länder zu verschieben. Ein Algorithmus rechnet Größe und Form der Staaten auf ihre jeweilige Position um. Länder, die am Nord- und Südpol breit und gestreckt aussehen, schrumpfen auf ihre verhältnismäßige Größe zusammen, schiebt man sie in die Nähe des Äquators. Umgekehrt dehnen sich am Rand Länder aus, die normalerweise in der Mitte der Weltkarte gestaucht sind.

Prinzipiell ist es  nicht möglich die Erde in einem 2-dimensionalen Bild in den tatsächlichen Größenverhältnissen darzustellen. Jede Projektion des Geoids bleibt verzerrt. Bereits die Bildern in dieser Diashow mit ihren gezeigten Umrissformen sind verzerrt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Verzerrung der Mercator-Projektion kommt durch deren Konstruktion zustande. Hierbei handelt es sich um eine Zylinder-Projektion, deren Projektionszentrum im Erdmittelpunkt liegt.
Unbenannt
Die Berührungslinie des Zylinders selbst, ist der Äquator, weshalb die dadurch entstehende Karte auch nur an dieser Linie verzerrungsfrei bleibt. Je größer der Abstand zum Äquator ist, desto größer ist die Verzerrung entlang der Meridiane. Hinzu kommt, dass die Meridiane in den Polen zusammenlaufen, auf der Karte aber parallel dargestellt werden. Dadurch kommt es z.B. zu den großen Landmassen von Grönland oder auch Russland. Es ist an dieser Stelle also falsch, von „Stauchung“ am Äquator zu sprechen. Dies würde bedeuten, dass die Flächen hier kleiner sind, als in Wirklichkeit. Hier sind die Proportional jedoch am nähesten am Original, hingegen die „Streckung“ in Richtung der Pole korrekt beschrieben wird.

 

Redaktion

Quelle:                                                  Google: The True Size

3 comments

  1. Der Unfug der Mercator-Projektion beginnt schon damit, dass der Äquator unterhalb der Blattmitte ist, was Europa überdimensional groß erscheinen lässt. Geht’s noch? Schlimm genug, dass die Zeitgrenze ebenfalls ignoriert wird. Während sich die Peters-Projektion um Flächentreue bemüht, gehören die Hammer-Projektion und die Robinson-Projektion unbedingt erwähnt. Alle drei belassen den Äquator in der Blattmitte. Warum wird dieser Kerngedanke manipulativ verschwiegen?
    http://www.weltinderschule.uni-bremen.de/mat_1_10/Kopier_01.pdf

    Es war schon immer eine Lüge, daß Europa der Mittelpunkt der Welt ist und die USA die Weltpolizei. Die meisten anderen Menschen auf der Erde haben ein anderes Weltbild. Selbst die Weltkarten haben eine extrem verzerrte Projektion. Der Äquator befindet sich ungefähr auf dem unteren Drittel, was die Südhalbkugel extrem staucht und das kleine Europa befindet sich aufgebläht wie ein vergaster Darm in der Mitte, während der Null-Meridian in der Beringstraße ist. Ein Blick auf die Peters-Projektion und andere Projektionen macht nachdenklich.

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  2. Die Erklärung, die oben gegeben wird, mag zwar richtig sein … aber was mich viel mehr interessiert: Ist die BRD-Projektion auf die verschiedenen Staaten jetzt größenmäßig mal richtig … oder nicht?

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