Erneute US-Provokationen und Fake News im Stechschritt

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Fake News: Herr Maas, Ihr Einsatz. Warum Putin gar nicht 755 US-Diplomaten ausweisen kann

Am Wochenende war wieder einmal gleichgeschaltetes Putin-Bashing unserer Qualitätspresse angesagt. Nachdem die Nato- Vasallen in Rumänien ein russisches Linien-Flugzeug mit Kindern und dem russischen Vizepremier Rogosin an Board zum umdrehen zwangen, die Redaktion berichtete, wurde jetzt erneut von russophoben Amerikanern im US-Kongress, weitere Sanktionen gegen Russland beschlossen die damit auch ihren Präsidenten zwangen, diese, zu unterzeichnen. Ob hier das freundschaftliche annähern zweier, zum Glück intelligenter Staatschefs, auf dem G20 Gipfel in Hamburg20170731_103205für die neuen Sanktionen gegen Russland verantwortlich war, bleibt ungewiss.

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«Putin weist 755 US-Diplomaten aus»: So und ähnlich titelten am Sonntagabend zahlreiche Websites, nachdem der russische Präsident eine radikale Verkleinerung der amerikanischen Vertretungen in seinem Land angekündigt hatte. Die Zahl von 755 ausgewiesenen Vertretern der USA ist so beeindruckend und dramatisch wie sie irreführend ist, denn weder handelt es sich bei den meisten Betroffenen um Diplomaten, noch werden sie ausgewiesen. Das berichtet die Neue Zürcher Zeitung, NZZ Online.

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Putin reagiert auf erneute US-Provokationen

In einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen hatte Wladimir Putin seinen Entscheid mit den neuen amerikanischen Sanktionen gegen Russland begründet, die der US-Kongress letzte Woche verabschiedet hatte.

Am Wochenende erklärte auch Präsident Trump, er werde den Sanktionsbeschluss unterschreiben. Als Reaktion fordert das Aussenministerium in Moskau deshalb die USA auf, die Anzahl ihrer Mitarbeiter an den Konsulaten und der Botschaft in Russland auf 455 zu reduzieren.

Diese Zahl entspricht jener der russischen Vertreter in den USA: Im Dezember wies Barack Obama 35 Diplomaten aus als Strafe für die mutmassliche Einmischung des Kremls in den Präsidentschaftswahlkampf. Putins Entscheidung ist deshalb erst einmal eine symmetrische Reaktion darauf – doch die vielen Betroffenen haben für Ärger und Erstaunen gesorgt. Das amerikanische Aussenministerium erklärte in einer Stellungnahme, der Beschluss Putins sei bedauernswert und unangebracht. Man prüfe, welche Reaktion angemessen sei und welche Folgen die Entscheidung für die Arbeit in Russland habe.

Eine von der Lügenpresse aufgebauschte Zahl

Ziemlich schnell zeigte sich, dass es sich bei den 755 Personen nicht um Diplomaten handeln kann. So erklärte der ehemalige amerikanische Botschafter in Moskau, Michael McFaul: «Wir haben gar nicht 755 amerikanische Diplomaten in Moskau». Wie also  kommt diese Zahl zustande, die hier von den Massenmedien verbreitet wird?

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Viele lokale Mitarbeiter

Washington ist in Russland an vier Orten präsent: Neben der Botschaft in Moskau unterhält das Aussenministerium Konsulate in St. Petersburg, Jekaterinburg und Wladiwostok. Wie viele Personen dort arbeiten, ist offiziell nicht bekannt. Allerdings hat die Website Diplopundit auf Grundlage älterer Daten eine fundierte Schätzung gemacht: So waren im Jahr 2013 gesamthaft 1279 Personen an amerikanischen Vertretungen angestellt. 301 kamen aus den USA, der Rest bestand aus lokalen Mitarbeitern, so die NZZ.

 

REDAKTION

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