Eine Milliarde Euro in 200-Euro-Scheinen wiegen über fünf Tonnen

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Rezessions-Angst: Die Tresore sind voll

Angst vor Negativ-Zinsen: Deutsche Banken horten Bargeld

Deutsche Banken bunkern immer mehr Bargeld, um die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu vermeiden.

Weil das politisch gespaltene Amerika, das kommt Deutschland bekannt vor, seine Schulden auch nicht in den Griff bekommt, werden die Anleger nur noch ängstlicher, schreibt das Handelsblatt. Das kleinste Gerücht lässt die Börse zittern. Das ist dann die Zeit spekulativer Fonds, die mit ihren relativ kleinen Wetten die Kurse zum Absturz bringen können – und Konsumenten wie Anleger werden noch vorsichtiger.

Das sind die nächsten Steine im Domino des Abschwungs.
„Es geht abwärts“, sagt Joachim Scheide. Die Gefahr, dass Deutschland in die Rezession rutscht, sieht der Konjunkturchef des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel schon bei einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent. Schaut Scheide auf die globale Stimmungsumfrage unter den Einkäufern der Unternehmen, wird ihm ganz anders. „Der Absturzwinkel ist schon fast vergleichbar mit der Rezession nach der Lehman-Pleite“, sagt er.

„Innerhalb der letzten zwei Jahre haben die deutschen Kreditinstitute zehn Milliarden Euro in ihren Tresoren zusätzlich gelagert, um Negativzinsen zu entgehen“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele laut Reuters in einem Zeitungsinterview.

„Ich erwarte, dass diese Entwicklung weitergehen wird.“

Die EZB verlangt von Geschäftsbanken seit Sommer 2014 Strafzinsen, wenn diese Geld über Nacht bei ihr parken. Seit Frühjahr 2016 liegt der Satz bei 0,4 Prozent.

Die Währungshüter wollen Banken auf diese Weise dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben und so die Wirtschaft anzukurbeln. Die Kreditnachfrage deutscher Unternehmen ist aber geringer als das Angebot der Banken, viele Institute müssen Kunden-Einlagen daher bei der EZB parken. „Wenn das Geld als Zahlungsmittel auf den Konten der jeweiligen Zentralbank gehalten wird, müssen sie 0,4 Prozent Zinsen zahlen. Wenn das Geld bar im Tresor liegt, nicht“, erläuterte Thiele.

Doch das Horten des Bargelds im Tresor ist mit vielen Herausforderungen verbunden und auch nicht kostenlos. Eine Milliarde Euro in 200-Euro-Scheinen wiegt mehr als fünf Tonnen. Ob es für Finanzinstitute Sinn macht, solche Mengen in den eigenen Tresoren zu bunkern, hängt von den Kosten für den Transport, die Lagerung und die Versicherung des Geldes ab, so die deutschen Wirtschafts Nachrichten.

 

REDAKTION

 

4 comments

  1. Da macht es doch viel mehr Sinn, das Geld gleich zu verbrennen, als Kraftstoff in dicken Boliden oder Flugzeugen beispielsweise. Solange es noch etwas dafür zu kaufen gibt, ist es den Spaß wert, wären da nicht die aufgeheizten Klimaschützer mit ihren Stimmungsschwankungen. Hyperinflation voraus!

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  2. Und was soll dieses „bunkern“ bringen ? Am Ende gibts doch nur 6 ct. / Kilo Altpapier ! Anno 21 fings genau so an und am ende kamen sie mit Gelddrucken nicht mehr nach und hatte die größte Mühe , die vielen Nullen auf den Scheinen unterzubringen…..😏 Die Banken spielen doch dieses „Null-Zins-Spiel“ mit ! Wenn es denen ernsthaft schaden würden, hätten sie ihre Macht längst genutzt und dem ein Ende bereitet ! Aber man hat ja immer noch den doofen, ewig duldsamen Spar-Michel, dem man „Negativzinsen“ oder „Guthaben-Straf-Zölle“ aufbrummen kann…Nun ich bin ein armer, alter Mann. Mich können die mal…….

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