Impfwünsche im Unterschichten Milieu am höchsten

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Die Region, in der wir leben, hat erkennbaren Einfluss auf das Impfverhalten in der Gesellschaft. Das belegt jetzt eine aktuelle Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI).

Die Wissenschaftler haben sich die im sogenannten Versorgungsatlas publizierten Quoten der Masern- und Meningokokken-C-Impfungen auf Kreisebene angesehen und dabei „signifikante Unterschiede“ zwischen einzelnen Bundesländern festgestellt.

Die Untersuchung zeigt, dass es Regionen gibt, in denen die Impfquoten besonders hoch ausfallen, während sie in anderen Gebieten auffällig niedrig waren. Besonders beunruhigend: Für die niedrigen Impfquoten lässt sich „eindeutig ein Cluster im Süden Bayerns und Baden-Württembergs ausmachen“.

Arbeitslose lassen sich besonders oft impfen

Auffällig ist dabei, dass die sozioökonomische Lage in den Kreisen mit niedriger Impfquote „wesentlich besser“ ist als in den Gebieten mit mittleren und hohen Impfquoten. Bedeutet im Klartext: In den beiden wohlhabendsten Regionen Deutschlands gibt es die wenigsten Impfungen und damit ein erhöhtes Risiko für die Menschen, die dort leben. (Gegenposition hier auf dem Blog)

Umgekehrt trat in den Clustern mit den durchschnittlich höchsten Impfquoten auch die „durchschnittlich höchste Arbeitslosigkeit, die höchste Quote an SGB-II-Empfängern, das niedrigste durchschnittliche Haushaltseinkommen und damit auch der höchste sozioökonomische Gesundheitsindex“ auf.

Die Forscher vom ZI liefern in ihrer Studie auch eine Erklärung für diese beiden Auffälligkeiten: So sei die Einstellung von Ärzten gegenüber Impfstoffen in Südbayern wesentlich negativer als im Rest der Bundesrepublik. Dazu komme eine impfkritische Haltung der Eltern, die über Generationen weitergegeben werde.

Befragte beklagen Informationsdefizit

„Die Ergebnisse der sozioökonomischen Indikatoren könnten darauf hinweisen, dass gerade in besser gestellten Milieus die individuelle Auseinandersetzung mit der Impfung des Kindes eine hohe Bedeutung hat“, heißt es in der Studie.

Demnach suchen die Eltern nach der für das Kind subjektiv besten Lösung, wobei der mögliche Impfschaden in den genannten Regionen meist höher eingeschätzt wurde als der mögliche Krankheitsschaden. ugly-people-faces-superwow-bzv54umn Außerdem beklagten die Befragten ein Informationsdefizit, wobei ihnen vor allem die richtige Einordnung unterschiedlicher Informationen Probleme bereitete. Lesen Sie auch: Impfen wird zur Pflicht – Dokument zur Umgehung des Impfzwangs
Die Impfung gegen Masern und die gegen Meningokokken C wurden laut ZI als Beispiele ausgewählt, um den Zusammenhang zwischen Wohnort und generellem Impfverhalten darzustellen. Die beiden Imfpungen eignen sich nach Ansicht der Wissenschaftler besonders gut, da sich die zu beobachtenden Impfzeiträume stark überschneiden

Quellen: businessinsider / Schlüsselkindblog

5 Kommentare

  1. Leider ist es so, aber da wird denn wohl auch zu oft die Glotze angemacht, wo man denn so schön berieselt wird mit diesen Themen. Alles wird geglaubt, was der Mann (die Frau) in weiß erzählen, nichts wird hinterfragt. LG Andy

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