Simon Jacob über den Islam und verfolgte Christen 

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Vortrag bei der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Mittelfranken – Stirbt das Christentum im Nahen Osten aus?

Diese Frage beantwortete Simon Jacob, Friedensbotschafter des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland und stellvertretender Vorsitzender von Project Peacemaker e.V. mit einem klaren „Ja“ – wenn sich die aktuelle Situation für die Christen nicht ganz schnell ändert. Sie bräuchten in erster Linie Sicherheit vor Ort, Aufbauhilfe und Perspektiven für die Zukunft. Gegebenenfalls auch durch eine Schutzzone, welche durch eine Friedenstruppe gesichert werden könnte, ansonsten würden auch die letzten Christen die Region verlassen. 

Bevor Jacob weiter darauf einging, brach der Reservist jedoch eine Lanze für die Bundeswehr, bei der er als einer der ersten mit Migrationshintergrund ausgebildet wurde. Für ihn sei es selbstverständlich gewesen, dem Land, welches ihm eine neue Heimat bot, nach dem Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft zu dienen, um auf diese Weise etwas zurückzugeben. Und auch zu seiner Zeit habe es einen rechten Vorfall gegeben. Aber damals wie heute seien wegen einzelner Menschen mit rechtem Gedankengut nicht die ganzen Truppen schlecht. 

Simon Jacob, über den Anschlag in Manchester:

Es hat etwas mit einer Sichtweise im sunnitischen Islam zu tun, die Entwicklungen verhindert, sich dem offenen Dialog verwehrt, die Kritik brandmarkt und beherzt westliche Waffentechnologie nutzt, um sich und seine Nachbarn irgendwann komplett in die Hölle zu jagen anstatt ins Paradies.

Gerade was die Vermittlung von Disziplin, Respekt und ethischen Werten oder das Einhalten von UN-Richtlinien wie die Genfer Konventionen angehe, sehe man den Unterschied zwischen der Bundeswehr, die der Verteidigung dient, und den Milizen im nahöstlichen Raum, wie er in einem Beispiel verdeutlichte. So hielten sich die Peshmerga, die die Armee des kurdischen Autonomiegebiets im Irak bilden, an die Genfer Konventionen und überstellten die gefangenen IS-Kämpfer der irakischen Gerichtsbarkeit. Die dort ansässigen Milizen hingegen, die nach dem Clanprinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ handelten, übten an den Gefangenen Rache, schilderte Simon Jacob seine Erfahrungen von vor Ort. Bei seinen Reportagen aus Shingal und Nordsyrien, als er eingebettet in die Kampftruppen aus den Regionen berichtete, kam ihm die Ausbildung bei der Bundeswehr zugute. Eventuell war sie sogar lebensrettend, so Jacob.

Jacob engagiert sich für verfolgte Christen in Nahost/ Foto: Simon Jacob

Auf Grund seiner Recherche sehe er jedoch eine Gefahr, die über die Problematik des IS hinausgehe: eine ganze Generation Kinder und Jugendliche, die von den Schergen des Islamischen Staates indoktriniert wurden, und dessen Grausamkeit noch überbieten. Eine Nachfolgeorganisation sei bereits im Entstehen, wie Aussagen von Geistlichen nahelegten. Durch den anhaltenden Zustrom an Flüchtlingen steige auch die Gefahr von Anschlägen in Europa weiter. Hier sei die Politik gefordert, die ihr Handeln überdenken müsse. 

Simon Jacob über die Religion Islam und den Terroranschlag in Manchester:

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Quelle

Facebookseite von Jacob Simon  

Die Redaktion Schlüsselkindblog 

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