Hoeneß: Sozialisten und die freie Meinungsäußerung

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Bayern-Präsident Uli Hoeness (65) ließ offen seinen Frust raus, als er letztes Wochenende in Liechtenstein am Edel-Event «Meet the President» vor 108 Gästen als Referent auftrat. Das Schweizer Boulevard Blatt „BLICK“  berichtet am Mittwoch exklusiv und ausführlich, was Hoeness in Vaduz über seine Zeit im Gefängnis, über sein Steuer-Delikt, über seine Bayern und allgemein übers Fussball­geschäft sagte.

Freie Meinungsäußerung ist im heutigen Deutschland wieder ein Delikt
Seither sorgen die Aussagen vom Bayern-Boss in ganz Deutschland für riesigen Wirbel! Jetzt haben die Aussagen von Hoeness sogar auf politischer Ebene ein Nachspiel, wie die Zeitung «Bild» in ihrer Freitagsausgabe berichtet.
Beim Referat in Vaduz hatte der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Hoeness geklagt: «Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war.» Und dann fügte er hinzu: «Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen.»
Im März 2014 war Hoeness vom Landgericht München wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu 3,5 Jahren Haft verurteilt worden. Nach Verbüssung der Halbstrafe kam er im Februar 2016 auf Bewährung frei.
Wegen der Aussagen im BLICK wird Hoeness jetzt von Linksaußen und Justizminister Thomas Kutschaty (48) scharf angegriffen. Der SPD-Politiker ist im Bundesland Nordrhein-Westfalen  zurzeit im Wahlkampf – und drohte Hoeness  in der «Bild» ganz offen: «Offensichtlich haben 21 Monate in einem bayrischen Luxusknast mit Wochenendurlauben und Aufenthalten in der Schön-Klinik am Starnberger See nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.»

«Er sollte vorsichtig sein»

Nach sieben Monaten Haft wurde Hoeness Freigänger und in ein anderes Gefängnis verlegt. Er durfte Wochenende zu Hause verbringen – ein üblicher Vorgang. In der Schön-Klinik war Hoeness wegen einer Herz-OP.

Der sich im Wahlkampf befindliche Justizminister drohte Hoeness jetzt, dessen Bewährung im Februar 2019 ausläuft, vorsichtig zu sein, da er unter Bewährung stehe: «Und bei solchen Äusserungen kann man schon den Widerruf der Bewährung prüfen.» Widerruf der Bewährung: Das würde den Weg zurück in den Knast bedeuten. Das für Hoeness zuständige Justizministerium in Bayern war feige und wollte die befremdlichen Drohungen des SPD Ministers gegenüber der «Bild-Zeitung“ nicht kommentieren.

Zu Hoeness Steuerhinterziehung mag man stehen wie man will,  aber der Verlust der Bewährung setzt eine Straftat voraus, Freie Meinungsäußerung aber, war bei Sozialisten schon immer ein Problem. Nicht nur in der DDR. Wie lange noch wollen die Deutschen Anti-Demokraten und Faschisten wie z.B.Kutschaty von der SPD noch wählen? Ein feiges Arschloch, dass sein Amt missbraucht und eine Stimmung der Angst verbreitet, für denjenigen, der was falsches sagt

 

Update zum Sachverhalt am 13.5.2017:

Der Münchner Zeitung „tz“ erklärte Hoeneß Anwalt Steffen Ufer jetzt: „Was Justizminister Kutschaty, SPD sagte, war juristisch dumm. Weil ein Angeklagter selbstverständlich das Recht hat zu sagen, dass er glaube, sein Urteil war falsch.“ Außerdem würde Hoeneß‘ Aussage stimmen, dass er als einziger Deutscher nach einer Selbstanzeige in Haft musste. Gegen Bewährungsauflagen habe er nicht verstoßen.

NRW-Minister Kutschaty hingegen wolle auf Kosten des FC-Bayern-Präsidenten Wahlkampf machen. Ohnehin komme die Kritik aus der falschen Richtung, so der Anwalt: „Herr Hoeneß hat seine Strafe sehr viel härter verbüßt, als das in Nordrhein-Westfalen der Fall gewesen wäre. Dort wäre er vom ersten Tag an Freigänger gewesen.“ In NRW hätte es Hoeneß – anders als in Bayern – viel schöner gehabt.

Mit Material von „Blick

Redaktion

17 comments

  1. Ich finde es grundsätzlich nivht ok, wie in diesem und ähnlich gelagerten Fällen vorgegangen wird!
    In diesem Fall, ist nun mal der Rest zur Bewährung ausgesetzt worden. Und wenn es sich so verält wie vom Autor beschrieben, dann wechselt man nicht nur das Kapitel, sondern sogar das Buch.
    Hoenes war schon immer der Meinung das dieses Urteil gegen ihn nicht in Ordnung war, trotzallem hat er sich so verhalten, das seine Reststrafe in Bewährung gestellt wurde, und wenn freie Meinungsäusserung nun zu Gründen führen soll das diese Bewährung widerufen werden könnte, dann würde dies viele Fragen aufwerfen. Aber Sicherlich auch viele Kritiker der Person Hoenes auf seine Seite treiben.

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    1. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Hoeness wurde ja nach dem Gesetz zu Recht bestraft. Richtig ist aber auch, dass er der erste reiche Promi war, der jetzt dafür in den Knast musste. Soviel zum sog. Rechtsstaat – aber:

      Wenn freie Meinungsäußerung zu einer Straftat mutiert, weil die politischen Machthaber Kritik damit schon im Keim ersticken wollen (öffentliche Wirkung dieser Drohungen), dann geht es längst nicht mehr darum „für das Gesagte“ auch verantwortlich zu zeichnen. Hier geht es recht eindeutig um Einschüchterung und den Missbrauch eines Amtes im Wahlkampf. Das Hoeness‘ öffentliche Kritik“ „er wäre der erste Deutsche der dafür in den Knast kam“ ausschließlich eine freie Meinung darstellt und keine Straftat,, die zum Widerruf der Bewährung führen würde, sollte jedem noch gesund und frei im Geiste tickenden Deutschen sofort logisch sein. Nicht umsonst schweigt die für Hoeness zuständige Justiz zu den Aussagen des Justizministers

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      1. Gaby
        Abgesehen von der Tatsache, dass Leute wie Hoeneß null Unrechtsbewusstsein haben, ist Deine Ausführung richtig. Wer macht denn plötzlich ein Riesenfass auf und giftet gegen eine öffentlich geäußerte Meinung?
        Richtig- ein linker Spezialdemokrat. Die mutieren immer mehr zu grössenwahnsinnigen, machtbesessenen Egomanen, die keinen anderen neben sich dulden, geschweige denn andere, von ihnen abweichende Meinungen und Ansichten wenigstens zu akzeptieren.
        Ausgerechnet ein SPD-ler aus NRW. Die haben aus einem Bundesland ein heruntergekommenes Kalifat, einen öffentlichen Müllhaufen gemacht. Die SPD und niemand anderes hat das bevölkerungsreichste Bundesland dermaßen heruntergewirtschaftet, dass einem nur kotzübel wird. Das ist so offensichtlich, dass es sogar in der staatsgelenkten Systempresse nachgelesen werden kann. Ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie jemand, statt den meterhohen Dreck vor der eigenen Tür wegzumachen, mit dem Finger auf andere zeigt. Der Dreck, den die in ihrem Verantwortungsbereich angehäuft haben ist mittlerweile so hoch, dass man schon gar nicht mehr sieht, wie die permanent auf andere zeigen.

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  2. “ Das für Hoeness zuständige Justizministerium in Bayern war feige…“

    DAS … ist das Einzige um das es geht: Eigene Haftung – für was auch immer – ausschließen, um sie nach Möglichkeit anderen ans Bein zu binden!

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  3. Zivilisiert sein ist schwer. Und wenn wir uns da an zu hohe Standards halten, dann haben wir auch zu hohe Integrationshürden für die neuen und besseren Mitbürger.
    Und wenn wir uns nun im modernen demokratischen Prozess schon darauf geeinigt haben, das ein Nein-heißt-nein natürlich auch in einer getürkten Variante vorhanden sein muss, so sollte dies ebenso für die Meinungsfreiheit gelten.
    Ich freue mich schon sehr darauf, wenn hier auch Kairoer Variante der menschlichsten aller Menschenrechtserklärungen gilt.

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  4. Hat dies auf BildReservat der DenkmalnachBilder rebloggt und kommentierte:
    „Zu Hoeness Steuerhinterziehung mag man stehen wie man will, aber der Verlust der Bewährung setzt eine Straftat voraus, Freie Meinungsäußerung aber, war bei Sozialisten schon immer ein Problem. Nicht nur in der DDR. Wie lange noch wollen die Deutschen Anti-Demokraten und Faschisten wie z.B.Kutschaty von der SPD noch wählen? Ein feiges Arschloch, dass sein Amt missbraucht und eine Stimmung der Angst verbreitet, für denjenigen, der was falsches sagt“

    Gefällt mir, und deshalb gibts noch ein Paar Hinweise zu unserem Merkelwürdigen RechtsStaat, welcher eigentlich ein LinksStaat ist 🙂


    https://bilddung.wordpress.com/2014/03/18/hoenesprozess-vor-dem-urteil-sind-alle-gleich/

    Hoeneß: Informant spricht von ca. 500 Millionen Guthaben
    http://politikprofiler.blogspot.de/2014/03/hoene-informat-spricht-von-ca-500.html

    Das Hoeneß-Rätsel

    Das Verfahren um den Ex-Bundespräsident Wulff hat drei Monate gedauert. Es ging um 700 Euro. Der Prozeß um Hoeneß dauerte nur drei Tage – und es ging um 28 Mio. Euro. Warum war der Prozeß so schnell zu Ende? Warum stellt die Staatsanwaltschaft keine weitere Fragen?
    Der wichtigste Vorwurf lautet: Auf dem Geheimkonto von Hoeneß bei der Schweizer Vontobel-Bank sei viel mehr Geld hin und her geschoben worden als bekannt.
    https://bilddung.wordpress.com/2014/03/22/arbeit-fur-alle-aber-ohne-steuer/
    https://bilddunggalerie.wordpress.com/2015/03/27/emmely-kein-opfer-ist-je-vergessen/

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  5. “ Er sollte vorsichtig sein “

    Selbstverständlich sollte er vorsichtig sein. Allerdings nicht nur er sondern besser gleich jeder. Bei gutem Willen könnte man ihm das als Volksverhetzung auslegen, denn er hat schließlich gegen die Justiz “ gehetzt „. Das wird das System natürlich nicht machen, so lange Hoeness es nicht übertreibt mit seiner Meinungsäußerung. Daran sollte er denken. Ansonsten, bei wiederholter ( falscher ) Meinung bekommt man statt lächerlicher 21 Monate auch schon mal 12 Jahre wie im Fall H. Mahler.
    Ach ja, stimmt, das war doch schließlich Volksverhetzung. Und wo kämen wir denn da überhaupt hin, erst wird mühsam solch ein Gummiparagraph eingeführt und dann soll er nicht benutzt werden ?
    Bei gleichbleibend fortschreitendem Wahnsinn in dieser Dämokratie sollte Herr Hoeness eine solche Äußerung in 15 oder vielleicht auch schon in 10 Jahren nicht mehr machen. Da könnten wir uns an die Meinungsfreiheit der Roten Khmer in Kambodscha herangearbeitet haben.

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  6. Auf den ersten Blick möchte man hier vielleicht für Hoeneß Partei ergreifen. Aber Hoeneß ist ein herausragender Systemprofiteur und verteilt Weihnachten bei den MUFls Geschenke. Er liefert dem Regime die enorm wichtigen Spiele und darf dafür in einer Villa am Tegernsee wohnen. Der Minister dagegen hat schon mal in anderer Sache ungewöhnlichen Mut gezeigt und facht im „Wahlkampf“ nur etwas den Neid an.

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  7. Also ich sehe Höneß er als Bauernopfer, damit andere die noch viel mehr Dreck am Stecken haben ungeschoren davon kommen. Jeder Politiker der Bundesregierung und der Bundesländer sollte sich mal hinterfragen. Wer macht seine Selbstanzeige zu erst und stellt sich hin und sagt ich habe Fehler gemacht ,das muss ich jetzt gerade bügeln. Da er friert die Hölle ein.

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    1. Genau so sehe ich das auch. Warum ist denn diese „Geschichte“ innerhalb von 4(!!!!) Tagen ruck-zuck abgehandelt worden?? Das ist absolut einmalig in der Justizgeschichte in D. Ein Fall dieser Größenordnung innerhalb von nicht einmal einer Woche komplett durchzupeitschen. Alle Achtung. Da sollte mehr, viel mehr Dreck unter den berühmten Teppich gekehrt werden, mit Erfolg. Seit Jahrzehnten wirft der FC Bayern München jedes Jahr mit mehr Geld um sich und keiner, nicht einer hat in all den Jahren einmal hinterfragt, wo das alles herkommt. Ganz nebenbei war am Anfang mal die Rede von über 600 Millionen Euro die Rede, die Hoeneß in der Schweiz auf mehreren Banken hin und her geschoben hat. Diese Zahl war aber ganz schnell wieder aus der öffentlichen Berichterstattung verschwunden. Abgesehen davon, dass sie mir wesentlich realistischer erscheint als die 28 Millionen. Außerdem hat man sehr geschickt von Beginn an suggeriert, Hoeneß hätte doch nur mal so mit Privatvermögen gezockt. Na klar doch.
      Es sollte kein FC Bayern, kein Audi, keine Allianz, kein Adidas und so weiter auch nur ansatzweise ins Licht gerückt werden, mit Erfolg.
      Ich wiederhole mich gern: Irgendwo müssen diese astronomischen Summen herkommen, mit denen dieser obskure Verein seit vielen Jahren schon um sich schmeißt.
      Kleiner Hinweis noch zum Schluss- der FC Bayern München ist der einzige Profi- Verein, dem ein riesiges neues Stadion praktisch gehört. Sie sind die Besitzer und sie haben das Stadion in weniger als 10 Jahren komplett abgezahlt. Das muss man erstmal hinkriegen. Alles mit ehrlich erwirtschaftetem Geld. Hut ab.
      Und morgen liebe Kinder erzähle ich Euch ein anderes Märchen.

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  8. Update zum Sachverhalt am 13.5.2017:

    Wie heute bekannt wird erklärte Hoeneß‘ Anwalt Steffen Ufer jetzt der Münchner Zeitung „tz“: „Was Justizminister Kutschaty, SPD sagte, war juristisch dumm. Weil ein Angeklagter selbstverständlich das Recht hat zu sagen, dass er glaube, sein Urteil war falsch.“ Außerdem würde Hoeneß‘ Aussage stimmen, dass er als einziger Deutscher nach einer Selbstanzeige in Haft musste. Gegen Bewährungsauflagen habe er nicht verstoßen.

    NRW-Minister Kutschaty hingegen wolle auf Kosten des FC-Bayern-Präsidenten Wahlkampf machen. Ohnehin komme die Kritik aus der falschen Richtung, so der Anwalt: „Herr Hoeneß hat seine Strafe sehr viel härter verbüßt, als das in Nordrhein-Westfalen der Fall gewesen wäre. Dort wäre er vom ersten Tag an Freigänger gewesen.“ In NRW hätte es Hoeneß – anders als in Bayern – viel schöner gehabt.

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    1. Es ist ein Urteil gesprochen worden.
      Die Strafe ist verbüßt worden bzw. wird noch verbüßt.
      Es ist aber nicht gerichtlich entschieden worden, dass Herr Hoeneß kein Recht auf freie Meinungsäußerung mehr wahrnehmen darf.
      Und es steht einem verurteilten Straftäter selbstverständlich zu, wenn er sein Urteil als nicht gerecht empfindet. Diese öffentlich geäußerte Meinung ist weder eine Schmähkritik gegenüber dem Gericht noch eine anderweitige, mit dem Widerruf der Haftaussetzung zu ahndende Handlung.
      Und nur darum geht es bei diesem Artikel.

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