Über Gutmenschen, Hipster, Neofaschisten und andere Kreaturen – Teil 3

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Grübeln und pausenloses Nachdenken ist ein weiteres Anzeichen einer müden, gelangweilten und sterbenden Kultur, die mit dem verfügbaren Potential die Grenzen des menschlichen Denkens erreicht hat, so dass sie vor dem bevorstehenden kulturellen Untergang noch einmal versucht, über das erworbene Wissen hinaus zu extrapolieren und zu „besonderen“ metaphysischen Schlussfolgerungen zu kommen. Dabei werden naturwissenschaftliche Erkenntnisse verleugnet und „neue Weisheiten“ verkündet. Die menschliche Intelligenz hat ihren Höhepunkt längst erreicht. Wir sind produktiver, fortschrittlicher und technologisierter denn je, wir haben einen Wohlstand erreicht, wie er noch nie zuvor auf dieser Erde existierte. Jetzt müssten wir nur genügsam sein und geduldig ausharren, anstatt blödsinnige Gedanken zu hegen und Nonsens zu fabrizieren. Aber wir können nicht stillsitzen, wir sind nervöse kleine Affen, deren geistige Errungenschaften am Tiefpunkt der Menschheitsgeschichte angelangt sind. 

Schön, dass Sie, lieber Leser auch bei der dritten Folge unserer „Über Gutmenschen, Hisper, Neofaschisten und andere Kreaturen“ mit an Bord sind. Wir werden uns heute mit dem Begriff „Kulturmarxismus“ beschäftigen. Auch für diesen Beitrag zählt, dass es sich nicht um Satire handelt, sondern um die bittere Realität. 

 

Kulturmarxismus

Wenn wir jenseits der eingefärbten Begrifflichkeiten wie „Gutmenschen“ oder „Schlafschafe“ der europäischen politischen Linie mit all ihren gesellschaftspolitischen Auswüchsen einen Namen geben wollen, so ist es ratsam, einen Blick in das Ursprungsland dieser von den Linksliberalen eingefädelten und geförderten Entwicklung zu werfen.  Der Begriff „Kulturmarximus“ beschreibt das allgegenwärtige Phänomen vortrefflich. Da die deutsche Medienlandschaft und das deutschsprachige Internet einen Wikipedia-Eintrag wie auch objektive Artikel über diesen Begriff missen lassen (ist das Zufall?), habe ich um die Hilfe eines promovierten Kultur-Expertens geben: Ich gebe hier die unveränderten Worte des konservativen Rebells Dr. Marcus Franz wider:

Um was es geht

Der politmediale Mainstream ist trotz aller Widerstände noch immer von den Leitlinien und Phrasen des Kulturmarxismus gekennzeichnet. Wir erinnern uns: Der Kulturmarxismus ist jene gnadenlose und infektiöse Ideologie, die mangels Erfolg des realen Marxismus von seinen Proponenten über die philosophische und intellektuelle Schiene und da vor allem über die Frankfurter Schule in die westliche Denkungsart eingeschleust wurde. Die „Politische Korrektheit“ (PC) ist heute ein allgemein bekannter Begriff. Sie wird vorwiegend von der Linken und dort besonders von linken Medienleuten, Politikern und Kulturschaffenden geliebt und gelebt. Naive, vor allem junge Geister fallen diesem Phänomen sehr oft sofort und widerstandslos zum Opfer, denn die mangelnde Lebenserfahrung und das Schwärmerische der Jugend sind der beste Nährboden für den Keim des Kulturmarxismus.

Geschichte

Die PC ist auf niemand geringeren als  den linken Übervater Karl Marx zurückzuführen. Weil der ökonomische Marxismus aber im Westen von Anfang an keine so guten Verbreitungsmöglichkeiten wie im Osten vorfand, mussten sich die Marxisten damals etwas überlegen. Nach Ansicht der am Anfang des 20. Jahrhunderts federführenden Ideologen Georg Lukacs und Antonio Gramsci würde die westliche Kultur und die christlichen Religionen die Arbeiterklasse zu sehr blenden und beeinflussen, also kamen diese beiden Vordenker des Euro-Marxismus auf die Idee, neue Begriffe für die Umsetzung der linken Ideologie einzuführen, um damit ihre wahren Zwecke, nämlich die Zerstörung der westlichen Kultur, ihrer traditionellen Werte und ihrer Leitbilder besser vorantreiben zu können: Der Multikulturalismus („Multi-Kulti“) als Zeitgeistströmung und die politische Korrektheit (PC) als Kommunikationstechnik waren geboren.

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Systematische Vernichtung der westlichen Sexmoral /Foto: buissnesinsider

Lukacs erkannte auch schon früh, dass die Vernichtung der westlichen Sexualmoral und der damit verbundenen kulturellen Erscheinungen einen wesentlichen Schritt zum Sieg des Kultur-Marxismus bedeuten würde – er propagierte deswegen schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Freiheit der Sexualität. Nach dem Ersten Weltkrieg fielen in Deutschland die Ideen von Lukacs auf fruchtbaren Boden – die Frankfurter Schule wurde 1923 gegründet und bald zum Hort des Kultur-Marxismus.

Um den Marxismus von ökonomischen Termini in kulturelle Begriffe übersetzen zu können, mussten die zweifellos klugen Köpfe der Frankfurter Schule einigen Ideen Marx` widersprechen und einen Umweg nehmen. Max Horkheimer, Theodor Adorno, Wilhelm Reich, Erich Fromm und Herbert Marcus waren damals die linksintellektuelle Elite in Frankfurt. Ihr Ansatz war, dass die Kultur an sich keinen Teil von Marxens „Überbau“ darstellen würde, sondern eine wichtige, aber davon unabhängige Variable sei. Sie vertraten auch die Ansicht, dass im Westen die Arbeiterklasse keine marxistische Revolution beginnen würde, weil sie zunehmend Teil der Mittelklasse würde und also dann der verhassten Burgeoisie zugehöre  – und zwar in der Erscheinungsform des Kleinbürgers.

Was also tun, um den Marxismus zu verbreiten? Die intellektuelle Vorarbeit fand in der Frankfurter Schule in Deutschland statt. Deren Vordenker mussten in den 30er Jahren emigrieren und gingen in die USA. Die wirkliche Antwort war daher erst nach dem Zweiten Weltkrieg gefunden – und zwar in Amerika durch Herbert Marcuse:

Er verbreitete in den 50er Jahren die viral wirkende Idee, dass nur eine dichte Koalition von Studenten, Feministinnen, Schwarzen und Homosexuellen dazu in der Lage wäre, den Kultur-Marxismus umzusetzen. 

 

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klassischer Kulturmarxist

Zur fatalen „Menschlichkeits“-Infektion gehört, dass man im Rahmen der Erkrankung Verständnis für alles und jeden entwickelt. Das ist vor allem im Bereich des Verbrechens folgenreich. Jegliche Übeltat, auch die größte, ist nur noch eine Auswirkung von gesellschaftlichem Versagen und verschiedensten Traumata, für die jeweils immer die anderen verantwortlich sind.  Die Menschlichkeits-Erkrankung befreit uns von der individuellen, persönlichen Verantwortung und verschiebt die Schuld ins Anonyme. Jedenfalls aber wandert die Verantwortung immer weg vom Täter in Richtung seines ihn prägenden Kulturkreises oder zu den bösen Eliten, vor allem aber regelhaft zu den alten weißen Männern dieses Planeten.

Durch die Emigration der Frankfurter Schule in die USA fand der Fokus auf die Zerstörung der westlichen Kultur eine neue Heimat und konzentrierte sich vorerst auf Amerika. Dort wurde die „Kritische Theorie“ entwickelt, nach deren Logik jede etablierte Institution grundsätzlich kritikwürdig ist – zuvorderst natürlich auch das schon von Karl Marx zur Zerstörung freigegebene bürgerliche Konstrukt namens Familie. Jeder, der an die westliche Kultur glaubte und sie lebte, wurde begrifflich mit seinen angeblichen eigenen Vorurteilen und Prägungen konfrontiert. Diese zwangsweise üblen Benennungen heißen Rassist, Faschist, Sexist etc. Damit konnte man jeden, der „traditionell“ war, sofort pejorisieren und in Rechtfertigungsnot bringen.

Die Theorien von Sigmund Freud gewannen in der Kritischen Theorie großen Einfluss und es wurde daher in der Frankfurter Schule auch psychologisch gearbeitet. Die führenden Frankfurter Köpfe verbrachten die Kriegsjahre übrigens in Hollywood, sodass ihr linksintellektueller Einfluss auch dort deutliche Spuren hinterließ und ein Teil der kulturmarxistischen Indoktrination sich in verschiedenen Filmen bildhaft wiederfindet. Nach dem Krieg gingen die meisten Linksintellektuellen wieder zurück nach Deutschland und verfolgten dort weiter ihre kulturzerstörenden Pläne. Neben den schon erwähnten einflussreichen linken Sozialphilosophen Horkheimer und Adorno  sind vor allem Bloch, Mitscherlich und natürlich der heute noch aktive Jürgen Habermas als die führenden Köpfe zu nennen. Es ist nicht übertrieben, den Keim der nachhaltig wirksamen 68er-Revolution in der Frankfurter Schule zu verorten, wiewohl natürlich treibende Elemente auch aus Frankreich kamen.

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Genderblödsinn der kulturmarxistischen linksliberalen Vertreter/ Foto: Bildbearbeitung ©Anna Schuster

 

Die heute noch aktiven Gedankengebäude in den Köpfen der Linken beruhen alle auf den kulturmarxistischen Ideen der frühen Jahre: Es geht nach wie vor um die Auflösung der Familie, um die wegen der biologischen Unterschiede gar nicht mögliche, aber trotzdem anzustrebende absolute Gleichstellung der Frau – was natürlich den völlig freien, ungehinderten und legalisierten Zugang zur Abtreibung mit einschließt.

Es geht um die Gender-Ideologie, die forcierte Umsetzung der Gleichheit aller Menschen, es geht um die absolute Gleichsetzung der „Homoehe“ mit der Ehe und natürlich nicht zuletzt um die Bekämpfung des westlichen Kapitalismus und die Anpassung der gesamten Sprache im Sinne der PC.

Und es geht ganz massiv darum, durch die Massenzuwanderung das Bürgertum soweit in die Enge zu treiben und zu schwächen, dass es sich den kulturmarxistischen Theorien unterwirft. Der Schaden, der durch all diese Ideen angerichtet wird, ist unermesslich – aber das war und ist in totalitären Ideologien immer schon egal und wird als notwendiges Opfer gesehen. Daher sind auch all die Probleme, welche die orientalischen Kulturen gerade nach Europa einschleusen, in den Augen der Linken nur Teile des kulturmarxistischen Transformationsprozesses (natürlich geht es den linken Politikern dabei auch um neue Wähler.) Im Multikulturalismus sollen die Neulinge und Eindringlinge zunächst ihren Platz bekommen und dort „bunt“, laut und fordernd sein dürfen, weil das bei der Zerstörung der abendländischen Kultur mithilft. Typischerweise wird das Phänomen von den Linken als Bereicherung bezeichnet, weil es mithilft, die Armada gegen die Konservativen zu verstärken. 

Was aber wird passieren, wenn die von den Kulturmarxisten herbeigebetenen Verfechter einer archaisch-repressiven Kultur mit den liberalen Ansichten der Herbeibeter kollidieren?

Die Fremden dürfen das also und sie sollen das sogar. Denn am Ende steht ohnehin der kulturmarxistisch kreierte Einheitsmensch in einer klassenlosen, wert- und geschlechtsneutralen Gesellschaft. Die Zukunft der gender-nonkonformistischen Kleidung: 

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Herbert Marcuse blieb übrigens in den USA und hatte dort maßgeblichen Einfluss in der College-Szene. Sein Dogma war, das Lustprinzip über das Realitätsprinzip zu erheben und er wollte die Gesellschaft von der Arbeit befreien. Marcuse wurde schließlich zum Guru der Neuen Linken in den USA und verbreitete dort unermüdlich den Kultur-Marxismus. Sein berühmtester Ausspruch: „Make love, not war“

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Ein neuer Konservatismus muss alle diese ungeheuerlichen Vorgänge durchleuchten, die wahren Hintergründe aufdecken und die Dinge beim Namen nennen. Die Ziele sind seit Lukacs und Gramsci dieselben geblieben: Die Zerstörung der westlichen Kultur und der christlichen Religion.  Diese Ziele sind zum Teil schon erreicht, vor allem auch deswegen, weil sich klassische Konservative von den süßen Formeln der Kulturmarxisten haben einlullen lassen. Viele haben längst die Seiten gewechselt. 

Fazit

Die Hauptmerkmale von Anhängern des Kulturmarxismus sind die ständige Rede von der „Menschlichkeit“, die Political Correctness, die Gender-Philosophie, der Feminismus, der Wille zur Zerstörung der traditionellen Familie, die totale Freigabe der Abtreibung, das Bekenntnis zur grenzenlosen Migration und die Multi-Kulti-Denke.

Der Problemkeim, der diese nur schwer behandelbare pathologische Bewegung verursacht, ist der „Menschlichkeits“-Gedanke. Es befällt uns über alle erdenklichen politmedialen Wege. Schutz und Vorbeugung sind nur durch eine starke eigene, vor allem geistige Widerstandskraft möglich. Diese wiederum benötigt einen selbstständig denkenden Intellekt und der bedarf einer gewissen Unabhängigkeit.

Die tückische, ja geradezu teuflische Eigenschaft dieser Entwicklung ist es nämlich,  dass es bei der Erstinfektion scheinbar nur Gutes vermittelt, beim Befallenen grandiose gemeinschaftliche Heils-Visionen auslöst und jedem Infizierten suggeriert, dass uns nur die „Menschlichkeits“-Epidemie vom Bösen in der Gesellschaft befreien könnte.

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Ein Kommentar über die Ausbreitung dieses gesellschaftspolitischen Nonsens /Foto: thedailyfranz

 

In Wahrheit ist diese politische Entwicklung natürlich nachhaltig schädigend und stellt für jeden Organismus, der ein Volk und eine Nation ja immer ist, eine lebensbedrohliche Gefahr dar. Die Ausbreitung der kulturmarxistischen Krankheit lässt keine gute Prognose für die befallenen Nationen zu, denn ab einem gewissen Grad ist der Morbus irreversibel und infaust. Auf Deutsch: unumkehrbar und danach tödlich für die Werte der erkrankten Gesellschaft.

 

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Deutscher Kulturmarxist

 

Zur fatalen „Menschlichkeits“-Infektion gehört, dass man im Rahmen der Erkrankung Verständnis für alles und jeden entwickelt. Das ist vor allem im Bereich des Verbrechens folgenreich. Jegliche Übeltat, auch die größte, ist nur noch eine Auswirkung von gesellschaftlichem Versagen und verschiedensten Traumata, für die jeweils immer die anderen verantwortlich sind.  Die Menschlichkeits-Erkrankung befreit uns von der individuellen, persönlichen Verantwortung und verschiebt die Schuld ins Anonyme. Jedenfalls aber wandert die Verantwortung immer weg vom Täter in Richtung seines ihn prägenden Kulturkreises oder zu den bösen Eliten, vor allem aber regelhaft zu den alten weißen Männern dieses Planeten. Die kompromisslos verständnisvolle und duldende Grundhaltung ist natürlich auch in der Migrationskrise das Leitsymptom der allgemeinen Menschlichkeits-Infektion. Was immer auch an Schrecklichem dabei passiert, die infizierten Apologeten sind sogleich zur Stelle und haben ihre Erklärungen und Entschuldigungen parat.

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Kommen die Kulturmarxismus-Apologeten bald in Erklärungsnot?/ Foto: thedailyfranz

 

Die armen „Flüchtlinge“ (pauschalierend genau deswegen immer als solche und kaum jemals richtiger als Migranten bezeichnet) sind primär eben immer arm und Opfer, die Bösen sind stets die anderen. Ausnahmen sind Einzelfälle, die man bitte nicht aufbauschen soll. Mögen die gesund Gebliebenen auch noch so kritisch sein und gegen die Verbrechen, gegen den kulturellen Umbruch und gegen die Zerstörung Europas ankämpfen – alles ohne nachhaltige Wirkung. Die Infizierten in ihrer fortschreitenden Menschlichkeits-Erkrankung haben ja auch für ihre Gegner ein Quäntchen Verständnis. Allerdings kann der Erkrankte wegen seiner großartigen Heils-Visionen nicht einsehen, dass er selber am Irrweg ist. Er muss daher zwangsläufig den Gesunden für krank, minderbegabt oder böse halten und sein Verständnis für ihn umso mehr reduzieren, je expliziter und klarer der Gesunde sich über die Zustände äußert. Je rechter der Gesunde hat (und vor allem, je rechter er ist), desto mehr muss ihn der Menschlichkeits-Kranke bekämpfen.

 

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Ein Denkmal für die „heiligen“ Flüchtlinge/ Foto: Tag24

Die Pejorisierung des Andersdenkenden ist die Placebo-Medizin der Menschlichkeits-Kranken. Eine andere haben sie nicht. Am Schluss werden die Kranken alle Opfer der Gesellschaft heiligsprechen, auch und vor allem jene aus fremden Landen, und große Prozessionen für sie und mit ihnen abhalten – natürlich dem aktuell größten Ereignis angepasst mit Booten auf den Flüssen und Gestaden Europas. Die ersten Schiffchen sind ja schon in diversen Weihnachtskrippen aufgestellt worden. Die Bösen bleiben hingegen für immer die Rechten. Auch wenn sie recht haben und die Menschlichkeits-Infizierten sich immer öfter wünschen, sie könnten schnell die Seiten wechseln. Aber dann müssten sie ja einsehen, dass die „Gegner“ sich einen gesunden Menschenverstand bewahrt haben und sie selber unter einer nicht ganz unverschuldeten Krankheit leiden…

Was ist Menschlichkeit wirklich? 

Bei der Menschlichkeit, die wir im Alltag meinen, geht es um Taten. Nämlich um konkrete Taten am Nächsten im Sinne einer ganz unpathetisch gelebten Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Das müssen und können immer nur einzelne Menschen tun. Die „Menschlichkeit“ ständig als Leitmotiv des allgemeinen rechtsstaatlichen bzw. politischen kollektiven Handelns zu bemühen, ist ein Missbrauch des Begriffs und führt genau zu jener krankhaften Degeneration des Menschlichkeitsbegriffs, die wir oben beschrieben haben.

Staaten und Nationen müssen Gesetze definieren, die aus Naturrecht und Vernunft entwickelt werden. Deren Umsetzung muss so gestaltet sein, dass ein Gesetzesbruch mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Bestrafung führt. „Gnade vor Recht“ ist deswegen die große und seltene Ausnahme. Der Rechtsstaat ist auf den Voraussetzungen namens Pflichten, Gesetze und Rechten aufgebaut.

Wenn massenweise Rechtsbrüche stattfinden (wie es etwa bei der mangelnden Kontrolle der Grenzen der Fall ist), macht sich der Staat selber schuldig – er kann diese Schuld niemals mit „Menschlichkeit“ rechtfertigen, weil er eben eine Institution und kein Mensch ist. Und wenn die Tagespolitik ständig versucht, unter dem Signum der „Menschlichkeit“ kulturmarxistische Inhalte umzusetzen und dabei die Gesetze verbiegt, gerät die Politik in jenes schiefe Licht, in dem sie nur noch krumme Schatten wirft.


 

Du hast den ersten Teil oder den zweiten Teil unserer Reihe verpasst? Hier geht es zum ersten Teil, hier findest du Teil zwei.

Die Schlüsselkindblog Redaktion mit einem Gastbeitrag von Dr. Marcus Franz.

Foto Hippies: pinterest

 


 

6 Kommentare

  1. Volk ans Gewehr! Gegen die Zerstörung unserer Werte und gegen den Wahnsinn!
    Was soll ich den meinen Kindern erzählen, das wir Deutsche zu blöd sind um uns selber zu wehren???

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  2. Sehr guter Artikel, bringt das Thema wirklich wunderbar auf den Punkt.

    Allerdings finde ich, ein wichtiger Punkt ist nur teilweise herausgearbeitet. Es wird im Artikel die „Menschlichkeit“ erwähnt.

    Das beschäftigt mich schon sehr lange. Meiner Meinung nach geht es nicht so sehr um „Menschlichkeit“, sondern viel mehr um eine Art „moralische Lufthoheit“.

    Die Linken haben diese irgendwann in den 60ern errungen und mit ihrer Hilfe haben sie die Konservativen in den letzten 50 Jahren völlig überrannt. Sie haben sie so nachhaltig besiegt, dass sie nach den Rückzugsgefechten der 70er und 80er Jahre heute selbst kulturmarxistische Positionen vertreten, die sie unter einem äußerst dünnen Mantel scheinbar konservativer Ideen verstecken.

    Die entscheidende Frage ist: Wie können wir diese moralische Lufthoheit zurückgewinnen? Wie können wir die Moral der Linken zum Einsturz bringen und unsere eigenen Ideen in die Sprache der Moral kleiden?

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  3. Weiß nicht so recht. Ich hab volles Verständnis für alle, die sich sexuell sonstwie betätigen wollen. Ich guck auch ganz gern Pornofilme. Aber das hindert mich beim besten Willen nicht daran, die Gutmenschelei zum Erbrechen zu finden.

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