Migranten Invasion bringt die Krätze nach Deutschland

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Ärzte verkennen oftmals die richtige Diagnose weil diese Krankheiten zum Teil schon als ausgestorben bei uns galten

Tuberkulose, Krätze, Diphtherie und andere hoch ansteckende Krankheiten sind wieder auf dem Vormarsch

Die Zahl neuer Krankheitsfälle, insbesondere die jährlichen Veränderungen bei Tuberkulose, seien gemäß Kantonsarzt Thomas Steffen aus dem Basler Universitätsspital tatsächlich „stark abhängig von der Situation im Asylbereich“. Die Krankheitsfälle in der ständigen Wohnbevölkerung sind geringen Schwankungen unterworfen. „Gemäss unseren Zahlen der letzten Jahre handelt es sich bei ca. 25-40 Prozent der Tuberkulose-Erkrankten um Asylsuchende.“

Diphtherie galt als längst ausgestorben, nun fehlt das Gegengift

Über Italien reiste am 25. April 2014 ein junger Asylsuchender in Österreich ein. Verschiedene offene Hautwunden verunstalteten seinen Körper, Geschwüre wie sie keiner der behandelnden Ärzte zuvor je gesehen hatte. Erst ein Abstrich schaffte Klarheit: der Patient trug eine lebensgefährliche Krankheit in sich, die in Europa praktisch als ausgestorben galt: die Diphtherie. Der letzte Fall wurde in den 80er Jahren festgestellt, doch seit zwei Jahren ist sie zurück.

Wirtschaftsmigranten aus Eritrea, wo man zum Beispiel die Windpocken nicht kennt, sind zudem vor den üblichen Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln und Windpocken in der Regel gar nicht geschützt.

Die Hautkrankheit Krätze ist hierzulande wieder auf dem Vormarsch. Ärzte beobachten bundesweit einen Anstieg der Erkrankungszahlen. Ein Dermatologe erklärt die Symptome der fast vergessenen Krankheit und was vor einer Ansteckung mit Krätzmilben schützt.
Mediziner sind der Ansicht, dass die aktuellen Krätzefälle insbesondere aus den nordafrikanischen Staaten und aus den Kriegsgebieten eingeschleppt wurden.

Krätze verbreitet sich durch Hautkontakt, vor allem, wo Menschen dicht aufeinander sitzen.
Die ansteckende Hautkrankheit lässt sich nicht immer leicht behandeln, auch wenn sie erst einmal erkannt ist.

In Nordrhein-Westfalen und im Raum Aachen haben Ärzte einen deutlichen Zuwachs an Krätzefällen registriert. Es wurden bereits mehrere hundert Infizierte gemeldet. „Man kann schon von einer mittelgroßen Epidemie sprechen“, sagt der Dermatologe Herbert Kirchesch aus Pulheim bei Köln. Allein in seiner Praxis hat er in den letzten drei Monaten 40 Patienten mit juckendem Hautausschlag gesehen, der von Krätzmilben ausgelöst wird.

Offizielle Daten gibt es wenige, da für die ansteckende Hautkrankheit keine generelle Meldepflicht besteht. In Deutschland spielte die Infektion schon lange keine Rolle mehr. Auf einem Mediziner-Treffen vergangene Woche hätten aber Kollegen aus verschiedenen Regionen von zunehmenden Krätze-Zahlen berichtet, sagt der Experte. „Das ist ein bundesweiter, allgemeiner Trend.“

Keine Frage der Hygiene, aber der räumlichen Enge
Woher der sprunghafte Anstieg einer Krankheit kommt, die bis vor Kurzem fast schon vergessen schien? „Ich habe keine andere Erklärung, als dass es sich um eingeschleppte Krankheitsauslöser handelt, die mit der Zuwanderung aus Balkanländern und aus den Kriegsgebieten im Mittleren Osten zu tun haben“, sagt der Experte.
Die Krätze (medizinisch: Scabies) hat den Ruf, auf mangelnde Hygiene zurückzugehen. Dabei hat sie viel weniger mit fehlender Sauberkeit zu tun als mit körperliche Nähe und räumlicher Enge. Die auslösenden Milben verbreiten sich besonders leicht dort, wo Menschen dicht aufeinander sitzen, also in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altenheimen oder auch Flüchtlingsunterkünften. Die Krätze, beziehungsweise die auslösenden Krätzmilben, wird durch Hautkontakt übertragen.

Quälender Juckreiz und Ausschlag

Die winzigen, für das Auge unsichtbaren Spinnentiere graben Gänge unter die Haut, in die sie ihre Eier ablegen. Die Folge sind heftiger Juckreiz und meist, wenn auch nicht immer, entzündliche Ausschläge. „Es sind die gleichen Stellen, wo sich auch Neurodermitis oft zeigt: Handgelenke, Leiste, Armbeuge“, sagt der Dermatologe. „Das erschwert die Diagnose.“

Es dauert Wochen, bis die Haut nach der Infektion zu jucken beginnt. Ansteckend ist der Patient dann aber längst. Dermatologe Kirchesch plädiert daher dafür, neben dem Patienten mit Symptomen auch sein engstes Umfeld zu behandeln, so schreibt der focus.

Milbentötende Salbe für den ganzen Körper

Die Therapie zielt darauf ab, sämtliche Milben und ihre Eier abzutöten. „Das gelingt oft schon nach einer einmaligen Ganzkörperbehandlung mit fünfprozentiger Permethrin-Salbe oder mit Tabletten mit dem Wirkstoff Ivermectin“, erklärt der Hautarzt. „Nach einer Woche kann man die Behandlung noch einmal wiederholen, um auch die neu geschlüpften Milbennymphen zu erwischen.“
Bei Kleinkindern rät der Experte zum Eincremen in zwei Etappen: „An einem Tag der Oberkörper einschließlich des Kopfes, am nächsten die Körperhälfte unterhalb des Nabels.“

Alle Wäsche bei 60 Grad in die Maschine

Die Krätzmilben sterben außerhalb des menschlichen Körpers nach mehreren Tagen ab, bis dahin hängen sie aber in Unterwäsche, Handtüchern und Bettwäsche. Alle Textilien, die die Haut berühren, sollten daher bei 60 Grad gewaschen, Teppiche und Polstermöbel sorgfältig abgesaugt werden. Für nicht waschbare Kuscheltiere tut es auch eine Woche in einer fest verschlossenen Plastiktüte.

Auf die Frage nach einem möglichen Schutz vor einer Ansteckung mit Krätze hat Herbert Kirchesch nur den Tipp: „Vermeiden Sie Körperkontakt in fraglichen Situationen. Aber lassen Sie die Finger von Desinfektionsmitteln. Die interessieren Krätzmilben überhaupt nicht.“

Quelle: Gaby Kraal

 

Mit Material von focus.de; barfi.ch

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